Ein großes musikalisches Erlebnis

Sämtiche Flötensonaten von Johann-Sebastian Bach an zwei Tagen in der Lutherkirche und in der Schlosskapelle Bevern (07. und 08. August 2010)

Große Städte fließen auch in Zeiten knapp bemessener staatlicher Kulturföderung schier über von Angeboten der klassischen Musik. Dagegen sind Kleinstädte wie Holzminden auf viel mehr Eigeninitiative der eingesessenen Musiker angewiesen. In Holzminden konnte man am letzten Sonnabend in der Lutherkirche und am Sonntag in der SChlosskapelle bevern ein wunderbares Beispiel für ausgesprochen engagiertes Musizieren erleben.

„Voll cool“ in der Musikschule Holzminden 

Freitag, 28. Mai 2010

„Voll cool!“ und „Am liebsten möchte ich das jetzt immer machen!“ waren nur einige der begeisterten Äußerungen der Schülerinnen und Schüler der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, die sich am letzten Schultag vor den Pfingstferien bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg in die Musikschule gemacht hatten. Hier wollten sie neue Klangerfahrungen mit dem Schlagzeug und an der Konzertgitarre machen. Im Musikunterricht ihrer Schule hatten sie ja schon auf der Gitarre und auf dem Schlagzeug musizieren dürfen und waren nun ganz neugiergig auf eine richtige Musikschule geworden. Denn hier - gemeinsam und unter Anleitung der Profis in dieser super Atmosphäre - war es doppelt so schön! Eine Schülergruppe arbeitete unter der Leitung von Tom Dyba am Schlagzeug und die zweite Gruppe unter der Leitung von Dankward Pillmann an den Gitarren. Nach der Hälfte der Zeit wurden die Gruppen getauscht, so dass jeder mit der Gitarre bzw. am Schlagzeug musizieren konnte. Am Schlagzeug durfte richtig laut gespielt werden. Dabei entwickelten die Schüler schnell eigene Rhythmen. Aber auch das Nachspielen vorgegebener Muster machte allen riesigen Spaß. Da ja nicht jeder gleichzeitig am Schlagzeug sitzen konnte, klatschten die anderen mit oder spielten den Rhythmus auf Djemben nach. In der Gitarrengruppe ging es etwas ruhiger zu und es war volle Konzentration gefragt. Da sollte man sich zuerst die sechs Saitennamen einprägen, die Finger für verschiedene Akkorde aufsetzen und dann in der Gruppe musizieren. Das gemeinsame Klangerlebnis war einfach Spitze! Am Ende waren alle sehr stolz, schon richtig gemeinsam Musik gemacht zu haben. Gut gelaunt und mit einem herzlichen Dank an die supernetten Lehrer verabschiedeten sich die Musikbegeisterten.

Dem Lampenfieber einfach ein Schnippchen schlagen


Holzminden (08.03.10). Während auf dem Schulhof und unter Freunden wieder heiß über die Lieblingskandidaten bei ,,Deutschland sucht den Superstar“ diskutiert wird, sind Johanna Joy Bittenbinder und die 13 anderen Teilnehmer mittendrin im aufregenden Musikgeschäft. Natürlich ist beim ,,vocal hero“-Wettbewerb in Holzminden alles eine Nummer kleiner, doch auch hier werden Stimme, Bühnenpräsenz und Performance vom Publikum bewertet. Um die jungen Musiker fit für ihren großen Auftritt am 19. März in der Stadthalle zu machen, stand am Wochenende ein Probetag in der Musikschule an. Für manche Kandidaten der erste Auftritt mit einer Liveband...

Johanna Joy Bittenbinder mit der Band: Von links Tom Dyba, Dankward Pillmann, Burkhard Kluge, Lorenz Heimbrecht und Stefan Bienert.

Kein Dieter-Bohlen-Effekt:
„Jeder, der sich vorstellt, wird gemocht“

Holzminden (18.01.10). Der Dieter-Bohlen-Effekt bleibt aus. „Ganz bewusst“, so Lorenz Heimbrecht. Der sitzt zwar hoch konzentriert, die Stirn gerunzelt, das Kinn auf die Hände gestützt, am Jurytisch. Doch mit dummen Sprüchen wird keiner der 45 Kandidaten, die sich für vocal hero 2010 beworben haben, abserviert. „Jeder, der sich vorstellt, wird gemocht“, erklärt der LSH-Lehrer, der auch Gesang an der Musikschule Holzminden unterrichtet. Dort nimmt sich am Sonnabend die dreiköpfige Jury – Musikschulleiter Alexander Käberich und Gesangslehrer Stefan Meier komplettieren das Experten-Trio – einen ganzen Tag lang Zeit, um aus der großen Zahl der Bewerber für den vom TAH präsentierten Gesangswettbewerb die zwölf Finalisten zu wählen. Es ist eine schwere Wahl. Zum Schluss sind es 14, die am Freitag, 19. März, im Finale auf der Holzmindener Stadthallen-Bühne stehen werden. (bs)

Nicole singt mit Herz und Stimme.

Der ganze Artikel befindet sich hier>>>

Neues Bündnis für die klassische Musik geschmiedet

Stifterin Kirsten Gerberding und Musikschulleiter Alexander Käberich wollen junge Menschen an die klassische Musik heranführen.
Holzminden (13.01.10). Ob Begabten- oder Breitenförderung im klassischen Bereich, Pop und Rock mit „Vocal Hero“ oder qualifizierte Musikerziehung in Kindergärten – „Courage! Die Gerberding-Stiftung“ unterstützt die Musikschule Holzminden in unterschiedlichen Bereichen, ideell und besonders finanziell und hilft so, das Angebot der Musikschule weiter auszubauen. „Wir wollen einen Ball ins Rollen bringen. Wir können keine Chance auslassen, die musikalische Bildung von Kindern zu fördern“, begründet Stifterin Kirsten Gerberding das Engagement ihrer Stiftung und freut sich, gemeinsam Dinge realisieren zu können, die von anderen Förderungsmodellen nicht profitieren. „Wir wollen bündeln, was wir in Holzminden haben, Leuchttürme schaffen.“ (spe)

Musikalische Vielfalt beim Weihnachtskonzert (15.12.09)

Auch in diesem Jahr hat die Musikschule Holzminden ihre Tradition fortgesetzt und zum Jahresausklang in die Stadthalle geladen. Verschiedene Ensembles mit insgesamt 140 Mitwirkenden haben für eine weihnachtliche Atmosphäre gesorgt und 400 Besucher zum Konzert gelockt.
Nach einer Eröffnung durch „Die wilden Streicher“ hat das „Orchester tuttini“ mit schwungvollen Rhythmen in gemischter Besetzung das Publikum erfreut. Speziell für dieses Konzert wurde ein Ensemble aus Gitarren- und Percussionschülern zusammengestellt und auch ein beindruckendes Blockflötenorchester hat die gemeinsame Probenarbeit für das Weihnachtskonzert aufgenommen. Durch die Erweiterung des Streicherensembles mit Holz- und Blechbläsern ist der Grundstock für ein Jugendorchester gelegt. Im kommenden Jahr möchte die Musikschule dieses Orchester durch eine regelmäßige Probenarbeit etablieren und Jugendlichen die Möglichkeit bieten, sich mit ihrem klassischen Instrument im gemeinsamen Musikzieren einzubringen.
Ein besonderes Jubiläum konnte in diesem Jahr gefeiert werden. Mit 20 Dienstjahren an der Musikschule Holzminden ist Burkhard Kluge mit Abstand der „Senior-Dozent“ im Kollegium. Schulleiter Alexander Käberich gratulierte ihm zur langjährigen Tätigkeit im Bereich Belchbläser und Klavier und machte deutlich, dass es sehr lange dauern wird, bis dieser Rekord von einem anderen Dozenten eingeholt wird.
Den Abschluss des stimmungsvollen Konzertes bildeten zwei Bläserklassen des Campe-Gymnasiums, die in Kooperation mit der Musikschule angeboten werden. 50 Schülerinnen und Schüler der sechsten und siebten Klassen haben klangvoll den Weihnachtsreigen erweitert und erneut bewiesen, dass Musizieren im Klassenverband eine ganz besonders ansprechende Form des gemeinsamen Musik machens ist. Dieses Konzert hat erneut deutlich gemacht, das gemeinsames Muizieren an der Musikschule Holzminden ein wichtiger Schwerpunkt ist. Die jungen Musiker bringen dabei ihre eigenen Stärken auf dem Instrument in den Gesamtklang ein und entwicklen Selbstsicherheit. Gleichzeitig erkennen sie die leistund ihrer Mitspieler an. Beim aktiven Musizieren stärken Schlüsselqualifikationen, die weit über die Freude an der Musik hinaus gehen. Die Vielfältigkeit, mit der dieses an der Musikschule Holzminden angeboten wird, ist ein Markenzeichen, das im Landkreis einzigartig ist.


Musikalisches Ensemble der anderen Art

 

Fürstenberg (07.12.09). Gewagt – und doch bot das Programm „Musik aus der Neuen Welt“ am Sonnabendabend im Schlosstheater Fürstenberg eine gelungene Komposition geistlicher Messe und amerikanischer Leichtigkeit. Lorenz Heimbrecht, Chorleiter des Landschulheimes am Solling, trat bereits im vergangenen Jahr an die Big Band Holzminden unter der Leitung von Alexander Käberich mit der Idee heran, zwei völlig unterschiedliche Musikrichtungen zusammenzuführen. (dp)

Lesen Sie mehr dazu im TAH vom 07.12.09

 

Höhepunkt ist die Übergabe des „Rock Bullis“ an die Musikschule

Der große Moment: Bully-Teufel und Jugendliche stellen den fertig restaurierten „Rock Bulli“ vor.

Holzminden (11.05.09). Es ist der Höhepunkt und das spektakulär inszenierte Finale des Aktionstages „Ist doch Ehrensache“ am Sonnabendnachmittag auf dem Holzmindener Marktplatz: Moderatorin Kathrin Müller-Menrad kündigt die Bully-Teufel an, die Musik legt noch ein paar Phon zu und schon biegt er ein auf den Marktplatz, der orange-blau lackierte „Rock Bulli“, der aussieht wie neu. Applaus brandet auf: Es ist der Moment, in dem das heiße Gefährt an die Musikschule Holzminden übergeben wird. Dieses von Courage-Stiftung, Freiwilligenzentrum und Bully-Teufeln initiierte Projekt ist ein ganz besonderes Beispiel ehrenamtlichen Engagements – und darum geht es an diesem Tag. (spe)


Big-Band Holzminden grüßt aus Mexiko

Samstag, 04. April 2009


Die Big-Band Holzminden ist eine ganz große Nummer in Mexiko. Aber auch Freizeit und Sightseeing gehören zum Mexiko-Programm

Holzminden (04.04.09). Das Wasser schimmert grün, der Schweiß tropft aus allen Poren, und die ersten Konzerte waren ein voller Erfolg. Auf der Hälfte ihrer Konzertreise sendeten die Musiker der Big-Band Holzminden einen Gruß an den Täglichen Anzeiger. (TAH)


Großes Finale mit Superstimmung und Superstimmen

Holzminden (09.03.09). Es war ein grandioses, mitreißendes Finale, das der regionale Gesangswettbewerb „Vocal Hero“ und die 570 zum Teil frenetisch mitgehenden Zuhörer am Freitagabend in der Stadthalle Holzminden erlebten. Die tolle Idee der Musikschule Holzminden und ihres Leiters Alexander Käberich, junge Gesangstalente zwischen zehn und 20 Jahren aufzuspüren und ihnen ein öffentliches Forum zu geben, fand, präsentiert vom Täglichen Anzeiger, im Finale einen gefeierten Höhepunkt. Nach zwölf erstaunlich reif und souverän vorgetragenen Liedern, über zwei Stunden kollektivem Daumendrücken, Anfeuern und Mitfiebern standen die „Helden des Gesangs“ fest: Die Jurypreise gingen an Milena Littmann (elf Jahre) aus Stahle und Elena Trenkamp (15 Jahre) vom LSH Holzminden, die beiden Publikumspreise an Siska Glausch (elf Jahre) aus Holzen und Marcus Nietzsch (20 Jahre) aus Holzminden. Doch egal, wer am Ende die Preise einheimste, an diesem Abend behaupteten sich alle 13 Teilnehmenden als wirkliche Gesangstalente, als „Vocal Heroes“ mit viel Potenzial für die Zukunft! (spe)

Den Teilnehmern des Finales, hier die Jüngsten mit Alexander Käberich, war kaum Lampenfieber anzumerken. Sie sangen sich in die Herzen der Zuhörer.


Lesen Sie mehr dazu im TAH vom 09.03.09

Die „Vocal Heroes“ haben die Band voll im Griff

Holzminden (26.02.09). „Zu Hause schiebe ich meine CD in den Computer, hier höre ich die Musik von allen Seiten – das ist schon eine ziemliche Umstellung“. Johanna Joy Bittenbinder aus Negenborn ist die erste Finalistin des „Vocal-Hero“-Gesangswettbewerbs, die heute in Begleitung der vierköpfigen Band singt. Klar, dass ihr schnelles „Never ever“ manchmal den Musikern hinterherhinkt oder ihnen ein paar Noten vorauseilt. Aber genau deshalb sind Johanna und ihre Konkurrenz ja hier in die Musikschule gekommen: Um knapp zwei Wochen vor dem großen Finale in der Stadthalle Holzminden mit professioneller Unterstützung üben zu können.

Elf Jahre jung ist Finalteilnehmerin Siska Glausch aus Holzen (Foto), die ihre erste Band-Probe mit Bravour meisterte.
Lesen Sie mehr dazu im TAH vom 26.02.09

Ein Casting mit viel Talent, aber ohne fiese Sprüche
13 Teilnehmer schaffen es in das Finale.

Holzminden (26.01.09). Die Jury ist netter, so viel steht schon mal fest. Und die Fernsehkameras fehlen. Ansonsten aber finden sich beim Gesangswettbewerb „Vocal Hero“ am Sonnabend in der Musikschule Holzminden viele Parallelen zu den großen TV-Vorbildern wie „Popstars“ oder „Deutschland sucht den Superstar.“ Das, was die Musikschule erstmals ins Leben gerufen hat und der Tägliche Anzeiger präsentiert, ist ein Casting im besten Sinne: Junge, talentierte Sängerinnen und Sänger beweisen einer dreiköpfigen Jury, was sie können. Zumindest, wenn die Nerven mitspielen. (nig)

mehr lesen Sie im TAH vom 26.01.09.

„Vocal Hero” als Holzmindens Antwort auf „DSDS”

Musikschulleiter Alexander Käberich hatte die Idee. Holzminden (24.10.08). Es soll nicht darum gehen, Holzmindener Nachfolger für DSDS-Sternchen wie Thomas Godoj, Marc Medlock, Elly Erl oder Englands „Supertalent” Paul Potts ins Rampenlicht zu stellen. Der Gesangswettbewerb „Vocal Hero”, den die Musikschule Holzminden erstmals veranstaltet und den der Tägliche Anzeiger präsentiert, will vielmehr „einen Kontrapunkt setzen und auf lokaler Ebene die Lücke zwischen Castingsshows wie ,Deutschland sucht den Superstar’ und ,Jugend musiziert’ schließen”, wie Alexander Käberich erklärt. Der Musikschulleiter hat die Idee gehabt, in Holzminden einen Wettbewerb für junge Gesangstalente zu initiieren. Bis zum 1. Dezember können sich junge Sängerinnen und Sänger in den beiden Altersgruppen zehn bis 14 Jahre und 15 bis 20 Jahre bewerben in den Kategorien Rock/Pop/Jazz und Musical/ klassischer Gesang. (spe) (mehr lesen Sie im TAH vom 24.10.08)

Beeindruckende Orchesterleistung

Jubiläumskonzert des Stadtorchesters Holzminden in Bevern

Bevern (30.09.08). Eigentlich ist es gar nicht Art des Stadtorchesters Holzminden, Stücke, die es schon einmal in einem Konzert dargeboten hat, im nächsten erneut zu spielen - doch für ihr kleines Jubiläumskonzert machten die Musiker rund um Alexander Käberich eine mehr als gelungene Ausnahme. So klangen am Sonntagabend noch einmal die schönsten klassischen Melodien, die das Orchester seit seiner Gründung vor fünf Jahren öffentlich vorgetragen hat, an die Ohren der Besucher.
Als gelungen darf nicht nur das Zusammenspiel bezeichnet werden, so fand das gesamte Konzertprogramm die Zustimmung des Publikums. Erstaunlich, dass hier Hobbymusiker am Werke waren, die in ihrer Freizeit proben und den Anspruch verfolgen, stets Neues zu wagen, ihr Repertoire stetig zu erweitern.

(mehr lesen im TAH vom 30.09.08)

Wellness für die Seele

Carl Cleves und Parissa Bouas in der Musikschule

Schon wieder ein Konzert in der Musikschule, wird sich der kulturinteressierte Leser bei der Ankündigung gedacht haben. Doch dieses Mal war alles anders. Beim Konzert von Carl Cleves und Parissa Bouas erschien die Kerschbaumsche Villa der Musikschule wie verzaubert. Das lag in erster Linie an dem australischen Musikerduo, doch auch an der veränderten Raumsituation. Wer hätte schon mit einer Bühne im Kammermusiksaal gerechnet? Gedämpftes Licht, herbstliche Dekoration, man ahnte, dass an diesem Abend etwas besonderes bevorstand. Kaum hatten Carl Cleves und Parissa Bouas die Bühne betreten und die ersten Töne gespielt, wusste man auch schon was. Die Entspanntheit, mit der die beiden in Australien mehrfach prämierten Musiker mit ihrem Publikum umgingen, übertrug sich sofort auf die neugierigen Zuhörer. Auf der Suche nach Klangfarben und musikalischem Ausdruck zur Unterstützung der aussagekräftigen Texte, entwickelten die Musiker eine selten zu hörende Leidenschaft. In leisen Tönen steckt hier die Kraft. Nicht in erster Linie das Publikum mitreißen, sondern mitnehmen auf eine Reise durch die verschiedenen Kontinente und Geschichten, die das Leben der Weltenmusiker prägt. In bester Singer-Songwriter Tradition bringen Carl Cleves und Parissa Bouas im Zuhörer Saiten zum schwingen, die bereinigend wirken und „wellness“ für die Seele sind. Glasklar intonierter Gesang, kultiviertes Gitarrenspiel und virtuose Perkussionseinlagen stehen dabei immer im Dienste einer musikalischen Aussage. Selten ist die Atmosphäre bei Konzerten so dicht und ausgleichend wie an diesem Abend.

Coole Beats und fette Reime

Holzminden (05.09.08). Mit Sätzen wie „Yo Yo Yo, jetzt kommt ein fetter Beat für euch im Freestyle“ eröffnete Rapper Dennis Ficna am gestrigen Donnerstag die Auftaktveranstaltung des Projekts „Rap‘n Recording“ in der Dr.-Jasper-Realschule. Der aus Göttingen stammende Rapper begleitet das Projekt, welches die Realschule in Zusammenarbeit mit der Musikschule Holzminden durchführt. (ab)

(mehr lesen Sie im TAH vom 05.09.08 )


Die Leitung des Projekts „Rap‘n Recording“. Von links: Tom Dyba-Schlagzeuglehrer der Musikschule, Kathrin Straßburg-Musiklehrerin der Realschule, Rapper Dennis Ficna und Alexander Käberich-Musikschule Holzminden.

So bunt und vielfältig wie das ganze Sommerprogramm

Bevern (25.08.08). Bewegend war es auf jeden Fall, das Abschlussfest des Kultursommers am Sonnabend im Schloss Bevern. Denn der Sommer hatte sich an diesem Tag schon verabschiedet und ständig dicke Regenpakete über den Innenhof des Schlosses Bevern geschickt, in dem eigentlich das fröhliche Fest gefeiert werden sollte. So wurden die meisten Programmpunkte in die Schlosskapelle verlegt, andere Aufführungen aber - vor allem die Tanzdarbietungen - auf der großen Bühne im Schlosshof gezeigt. So waren die Zuschauer, die das Fest trotz des widrigen Wetters erleben wollten, ständig in Bewegung zwischen den Spielstätten. (nig)

Die „Percussion Kids“ der Musikschule waren auch dabei. Gefeiert wurde ausgiebig "Teachers' finest", die Lehrerband der Musikschule. 

Stadtoldendorf swingt!

Die Holzmindener Big-Band sorgt am Mühlenanger für Stimmung. Stadtoldendorf (01.07.08). „Stimmung pur“, „Große Klasse!“, „Spitze!“, „Super Band!“, „Tolle Sängerin!“ sind nur einige Stimmen aus dem Publikum, das sich zum Jazzfrühschoppen mit der Holzmindener Big-Band am Mühlenanger in Stadtoldendorf eingefunden hatte. Viele Kreisholzmindener, aber auch Jazz-Fans aus angrenzenden Landkreisen und sogar aus anderen Bundesländern waren eigens in die Homburgstadt gekommen, um sich den Auftritt der Musiker unter Leitung von Alexander Käberich nicht entgehen zu lassen. (beh)
(mehr lesen Sie im TAH vom 01.07.08)

 

Von der Rassel bis zum Rap

Nach der Sommerpause startet an der Musikschule wieder neuer Unterricht. Neben bewährten Inhalten gibt es verstärkt Angebote für Jugendliche und neue Kooperationen mit allgemein bildenden Schulen. Von den ersten Schritten an begleiten die Dozenten der Musikschule eine musikalische Förderung. Schon mit 18 Monaten können Kinder bei den Musikzwergen mit Gleichaltrigen erste Erfahrungen mit der Musik machen. Über die Musikwichtel (3-4-jährige Kinder) und die Musikalische Früherziehung (4-6-jährige Kinder) führt die Förderung zum Instrumentenkarussell. Auch ohne Vorkenntnisse erhalten Kinder zwischen 6 und 9 Jahren Instrumentalunterricht auf fünf Instrumenten. Je vier Stunden pro Instrument führen nach einem halben Jahr zu einem Beratungsgespräch, um gemeinsam mit dem Kind, Eltern und Dozenten den optimalen Weg zum eigenen Musizieren zu finden. Neben dem klassischen Instrumentarium, ist der Pop-Rock-Bereich der Musikschule (besonders für Jugendliche) eine feste Größe an der Musikschule geworden. Schlagzeug, E-Bass, E-Gitarre und Keyboard bereiten auf das Spielen in der Musikschulband vor. Einige Schüler haben aber auch ihre eigene Band gegründet und bereits eine Demo-CD im Tonstudio der Musikschule aufgenommen. Auch hier startet nach der Sommerpause ein neues Unterrichtsfach: Recording. Ein wöchentlicher Unterricht vermittelt den Umgang mit modernster Aufnahmetechnik. Die Kooperationen mit den allgemein bildenden Schulen werden ab August deutlich ausgebaut. Neben den vorhandenen Angeboten entsteht am Campe-Gymnasium eine weitere Bläserklasse. Auch durch die Einrichtung einer zweiten Streicherklasse an der Grundschule Karlstraße wird das Angebot erweitert. An der Dr. Jasper-Realschule wird über das Schreiben deutscher Raptexte der Umgang mit Sprache vertieft, mit Beats unterlegt und auf CD gebrannt. Zusätzlich wird die schuleigene Rockband betreut und ausgebaut. An der Astrid-Lindgren-Grundschule startet ab August eine Gitarrenklasse für den zweiten Jahrgang. Während des gesamten nächsten Schuljahres wird zudem das Musical „Ritter Rost geht zur Schule“ eingeübt und zusammen mit Schülern der Musikschule aufgeführt. In der Ergänzung zwischen Schule und Musikschule liegt ein großer Vorteil für die Schülerinnen und Schüler der Region. Gemeinsam können die Bildungseinrichtungen ihren Auftrag optimal erfüllen und viel Spaß am eigenen Musizieren entwickeln.

Stadtorchester Holzminden feiert Fünfjähriges

Holzminden (26.04.08). Am Dienstag jährt sich der erste Probentag des Stadtorehesters Holzminden zum fünften Mal. Die fünf Jahre des Bestehens nimmt das Orchester, das unter dem Dach der Musikschule Holzminden entstanden ist, zum Anlass für ein kleines, feines Geburtstagskonzert. Die 18 Aktiven haben mittlerweile mit den Proben begonnen. Unter anderem Schuberts „Unvollendete“ kommt am Sonntag, 28. September, um 17 Uhr in der Schlosskapelle Bevern zur Aufführung. Wer ein klassisches Instrument beherrscht und Notenkenntnisse besitzt, ist im Orchester herzlich willkommen. Besonders Streicher, Bratschen und Kontrabass, aber auch Fagott sind gefragt. (spe)

„Kultur tut gut und macht Spaß!”

Holzminden (21.04.08). Am Freitag und Sonnabend stieg es endlich: Das erste Kinder- und Jugendkulturfestival in der Holzmindener Stadthalle. Einige Monate intensiver Planung und Vorbereitung lagen hinter den Veranstaltern, der Stadt- und Kreisjugendpflege Holzminden, sowie der evangelischen Jugend im Kirchenkreis Holzminden/Bodenwerder, nun konnte mit vielen Besuchern gefeiert werden, und wer weiß, vielleicht wurde mit dieser Premiere, der Grundstein für eine jährliche Auflage des Festivals gelegt. Die Kinder und Jugendlichen hatten hier ihren Spaß: Alles in der Stadthalle war ganz nach ihren Wünschen ausgerichtet. Da lockte ein vielfältiges Rahmenprogramm mit zahlreichen Mit-mach-Angeboten und auf der Bühne ging es ebenso abwechslungsreich wie farbenprächtig zu. Gruppen von Schulen, Kindergärten und Vereinen waren der Einladung der Veranstalter gefolgt, um hier ihr Können und ihre Fortschritte einem großem Publikum zu präsentieren.
(peu)

mehr lesen Sie im TAH vom 21.04.08

Vielfältiges Angebot, Klassenmusizieren
und jede Menge Musik

Jahreshauptversammlung der Musikschule findet großen Zuspruch.
Ein Höhepunkt im letzten Musikschuljahr: Besuch aus Mexiko (Foto)



Holzminden (17.04.08). Moritz Marquardt hat die zahlreich erschienenen Mitglieder der Musikschule Holzminden e.V. mit seiner Querflöte überrascht. Im Alter von 10 Jahren improvisierte er über den C-Jam-Blues und lieferte zur Begrüßung der Jahreshauptversammlung eine überzeugende Jazzartikulation mit griffigem Klang.

Traditionell wird die Mitgliederversammlung der Musikschule mit Musik eröffnet, denn noch schöner als über Musik zu reden, ist Musik zu machen. Henrik Teiwes, 1. Vorsitzender, begrüßte die Anwesenden und konnte in seinem Bericht erneut die erfreuliche Entwicklung der Musikschule dokumentieren. Mit über 600 Belegungen, von der frühen Förderung ab 1½ Jahren bis zum Unterrichtsangebot für Erwachsene, hat die Musikschule die höchste Nachfrage seit der Gründung vor 31 Jahren. Das Angebot wird weiterhin ausgebaut und modernisiert. So konnte Henrik Teiwes dem Rotary-Club Holzminden für die Einrichtung eines Tonstudios danken. Neben hausinternen Produktionen wird die moderne Digitaltechnik auch weiteren Musikern der Region zur Verfügung stehen. Für die konstante Unterstützung durch die Firma Symrise, die der Musikschule das Gebäude zur Verfügung stellt, dankte Teiwes ausdrücklich und hob das langjährige Engagement hervor. Der Bericht des Schulleiters Alexander Käberich gab anhand ausgewählter Beispiele einen Einblick in die Vielfalt der Aktivitäten aus den letzten Monaten. Neben Preisträgern beim Wettbewerb „Jugend musiziert“, zahlreichen Konzerten in Kooperationen mit musikalischen Partnern der Region, Besuch aus Mexiko und einer kurzen Einweisung in die Arbeitsweise des neuen Tonstudios, galt ein Schwerpunkt dem Ausbau der Zusammenarbeit mit allgemein bildenden Schulen. Das Thema „Klassenmusizieren“ wird in Holzminden vermehrt umgesetzt. Zu den bestehenden Angeboten wird zum neuen Schuljahr (Sommer 2008) eine weitere Bläserklasse am Campe Gymnasium eingerichtet, eine zweite Streicherklasse an der Grundschule Karlstraße und eine Gitarrenklasse an der Astrid–Lindgren–Schule. Ein Musical aus der Reihe „Ritter Rost“ steht für das nächste Schuljahr im Musikband der Astrid–Lindgren–Schule auf dem Programm. Die bestehende Kooperation mit der Hauptschule Holzminden wird für das kommende Schuljahr neu strukturiert. „Der musikalische Kindergarten“, in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten in Eschershausen, ermöglicht ein musikalisches Angebot für alle Kinder der Einrichtung unter Einbeziehung der Erzieherinnen. Durch eine zusätzliche Förderung des Landes Niedersachsen ist diese Unterrichtsform möglich. Käberich weist in diesem Zusammenhang auf die neue Homepage der Musikschule hin. Da die Aktualisierung nun in eigenen Händen liegt, ist es hier jederzeit möglich einen Überblick über die Kooperationspartner und die aktuellen Termin der Musikschule zu erhalten. Der Bericht des Schatzmeisters Dietmar Heinze macht deutlich, dass die erfreuliche Entwicklung der Musikschule auch ein Steigen des Gesamthaushalts bedeutet. Dank des verantwortungsvollen Umgangs mit den Einnahmen durch Unterrichtsgebühren und der Förderung mit öffentlichen Mitteln von Stadt, Landkreis und Land, konnte ein ausgeglichener Haushalt präsentiert werden. Heinze machte jedoch deutlich, dass 19 % öffentlicher Anteil am Gesamthaushalt der Musikschule kaum ausreichend ist, um den Musikschulhaushalt dauerhaft zu stabilisieren (Durchschnitt an Niedersächsischen Musikschulen: 45 % öffentliche Mittel).

Bei den anstehenden Wahlen wurde der bisherige Vorstand bestätigt und eine neue Vertreterin der Elternschaft gewählt. Für die nächsten zwei Jahre besteht der Vorstand aus Henrik Teiwes (1. Vorsitzender), Jens Uhlemann (2. Vorsitzender), Dietmar Heinze (Schatzmeister) sowie Alexandra Mau und Simone Maack als Vertreterinnen der Elternschaft.


Die Dreigroschenoper

Erst kommt das Fressen, dann die Moral

 

Friedericke Menz und Nadja Janz (von links) überzeugten.

Holzminden/Stadtoldendorf (04.02.08). Zweimal führte das Ensemble der Homburg-Bühne des Musik- und Kulturvereins Stadtoldendorf ein Werk auf, das weltweit zu den Klassikern der Bühnenliteratur gehört. Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill wurde von den Schauspielern, Sängern und Musikern am Freitagabend in der Holzmindener Stadthalle und am Sonnabendabend in den Räumen des Homburg-Catering-Service aufgeführt. Dozenten der Musikschule Holzminden sorgten unter der Leitung von Alexander Käberich für eine professionelle Umsetzung der Musik. Beide Male begeisterten die Akteure das Publikum und beide Male verdienten sie auch diese Zustimmung.

Mehr lesen Sie im TAH vom 4. Februar 2008